Ponadan ist das tibetische Wort für einen duftenden, mit Myrobalanbäumen bewaldeten Hügel.
Solche Berge kommen nur in tieferen Lagen vor und waren deshalb den Tibetern selbst nur durch die medizinischen Übersetzungen bekannt.
Die Tibeter glaubten, dass allein der Duft dieser am Ende der Trockenzeit blühenden Bäume bereits alle Krankheiten vertreibe.
Duftende Hügel mit Wäldern von Myrobalanbäumen sind heute eine absolute Rarität, waren aber einst über den ganzen Süd-Osten des asiatischen Großraums verstreut.Heute sind sie Öd- oder Grassland oder durch forstbautechnische Monokulturen aus Edelhölzern ersetzt. Darin kommen verstreut noch einzelne Exemplare dieser Baumart vor, die von dem traditionellen Respekt gegenüber dieser heiligen Pflanze verschont wurden. Jedoch verschwinden täglich weitere alte Exemplare dieser artenreichen Myrobalan-Gattung.
Die Zähigkeit und Witterungsbeständigkeit seines Holzes hat den Bestand dieses einst häufigen Baumes radikal reduziert. Immer noch wird es als Baumaterial und sogar als Brennholz verwendet, obwohl wild wachsende Arura-Bäume inzwischen bereits eine Seltenheit sind. Der essbare Samen dieses Baums keimt, wenn er nicht von Nagetieren gefressen wird, nur unter ganz speziellen klimatischen Bedingungen.
Da eine spezielle Hirschart, die sein unverdauliches Kerngehäuse durch ihren Verzehr verbreitet, in den verbliebenen zerstückelten Wäldern Asiens vielfach durch Überjagung bereits ausgerottet ist, kann sich der Baum heute ohne menschliche Hilfe nicht mehr an neuen Standorten ansiedeln. Die künstliche Regeneration dieser wichtigen Myrobalan-Spezies ist deshalb ähnlich schwierig, kosten- und zeitaufwendig wie die Wiederansiedlung von Eichebeständen in unseren Breiten.








Doch unsere wichtigste Aufgabe sehen wir in der Verbreitung des Gedankens von der Bedeutung der wilden Waldfrucht zum Schutz der letzten intakten bestehenden Standorte.